Hurtigruten, die schönste Seereise der Welt - Tag 9

Es ist ca. 8.35 Uhr, als wir von Harstadt ablegen. Unser Schiff lag hier etwa 1/2 Stunde im Hafen und wir sind aufgewacht, kurz bevor wir ablegen. Harstadt hat etwa 24000 Einwohner und liegt auf Hinnoya, die größte Insel Norwegens. Schon auf dem Hinweg waren mir die bunten Hafenbilder aufgefallen.
Streetkunst der besonderen Art:


Die Stadt macht einen freundlichen Eindruck, so im Sonnenlicht.

Ein längerer Aufenthalt würde sich bestimmt lohnen.
Wir frühstücken in Ruhe und fangen den Tag entspannt an. Das Wetter verspricht Sonnenschein. Gut gelaunt sind wir draußen auf Deck.

Gegen 10.15 Uhr fährt das Schiff durch die ausgebaggerte Fahrrinne Risoyrenna. Die Fahrrinne ist 4850 Meter lang, 6 Meter tief und hat eine Bodenbreite von 50 Meter. (Quelle Hurtigwiki). Manchmal soll man hier Robben sehen können.

In Risoyhamn sind wir gegen 10.45 Uhr bis 11.00 Uhr. Das Örtchen hat nur ca. 200 Einwohner und liegt im Südosten der Insel Andoya. Eine kurze Be- und Entladung, dann geht es auch schon wieder weiter.


Wieder einmal hindurch unter einer Brücke. Die Andoybrua ist ca. 750 m lang. Sie verbindet die Inseln Andoya und Hinnoya.

Strahlend blauer Himmel und spiegelglatte See verheißen einen wunderschönen Tag.


Die Weltuntergangsstimmung von vor ein paar Tagen, ist Schnee von gestern.


Wir nähern uns gegen 14.20 Uhr Stokmarknes, dem "Geburtshaus" der Hurtigruten. Eine kleine Stadt auf der Inselgruppe Vesteralen. Im Jahr 1893 nahm die Hurtigrute hier ihren Liniendienst auf. Außerdem gibt es  hier auch das Hurtigrutenmuseum. Gegen Vorlage des Kabinenschlüssels ist der Eintritt frei. Die  Zeit ist wieder nur sehr kurz. Die 1956 in den Dienst gestellte und 1993 ausgemusterte Finnmarken ist als Dauer-Ausstellung zu besichtigen. Wir spazieren drum herum und freuen uns über das schöne Wetter.

Im Hafen liegt ein Frachtschiff, dessen Ladung, vermutlich Fischfutter, gerade gelöscht wird.

Unser Schiff gibt das Signal zum Einsteigen. Es geht wieder weiter. Gegen 16.00 Uhr erreichen wir den 26 km langen Raftsund. Der liegt zwischen den Inseln Hannoya und Austvagoy.  Die Passage gilt als eine der schönsten der ganzen Fahrt.

Nahe vorbei an den Bergen,

mit Blick in die Fjorde,

sehen wir vereinzelt, auch ein paar Häuser.

Unser Schiff wird langsamer und ein Beiboot legt an Steuerbord an. Eine kleine Gangway verbindet das Schiff mit dem Boot und die Ausflügler für die Seeadler-Safari werden ausgeschifft. Gut, dass nicht mehr so hoher Seegang ist. Bernhard hat sich angemeldet und berichtet später, wie lautlos die Adler heran fliegen, um die Köder zu erwischen.

Das Safariboot legt ab und bleibt hinter uns. Für uns geht es in Richtung Svolvaer durch den Sund mit der Polarlys weiter. 
Der Trollfjord liegt im Raftsund. Auf dem Hinweg hatte der Kapitän ja versucht, uns den Trollfjord mit Scheinwerfern auszuleuchten. Jetzt haben wir Glück. Das Wetter ist herrlich. Der Kapitän macht einen Abstecher zur Einmündung des Trollfjords. 

Ganz schön eng. Fahren dort die Hurtigrutenschiffe im Sommer tatsächlich durch?

Unser nächster, längerer Aufenthalt ist in Svolvaer. Ein tolles Abendlicht begrüßt uns in der Stadt.

Das erste, was uns ins Auge springt, ist mal wieder, Stockfisch. Nicht nur auf den Trockengestellen am Hafen, sondern auch, wie hier zu sehen, frisch gefangen, ausgenommen und festgebunden direkt am Deck auf den Fischerbooten.

Die Häuser spiegeln sich in der Abendsonne im Meer.

Bei solchem Wetter wäre ein Urlaub in einer der Ferienanlagen bestimmt auch sehr schön.

Im Hafen liegt ein Walfänger. In Norwegen wird auch heute noch Walfang praktiziert.

Da sieht dieses Bötchen doch um einiges freundlicher aus.

Die Sonne geht langsam unter und malt die Berge in Licht.

Die Polarlys liegt ebenfalls in den letzten Sonnenstrahlen für diesen Tag und wir kehren gegen 20.00 Uhr zurück an Bord. Auch die Ausflügler der Adler-Safari kommen hier wieder an Bord.

Bevor wir schlafen gehen, machen wir noch eine Runde an Deck. Bisher waren ja noch keine Polarlichter zu sehen. Wie ist die Aussicht, wenn nicht heute, wann dann, oder besser gesagt, werden wir überhaupt welche sehen? Einige Fotojäger drehen auch um 23.00 Uhr noch ihre Runden auf Deck. Die Vorhersage ist aber schlecht für Polarlichter. Sonnensturmaktivitäten nur bei 1-2. Also doch lieber in die warme Koje.

Du bist bei Tag 9.
 Hier geht es zu den anderen Tagen: 
Tag 1

Noch mehr Bilder zur Hurtigrutenfahrt findest Du auf meiner Foto-Seite:
http://www.wurkseln.de/fotos/hurtigru.htm

Kommentare:

  1. Im Hinblick auf Deine Bilder kann ich nur zustimmen, dass diese Passage die schönste auf der ganzen Reise ist. Die Landschaft ist atemberaubend!!! Und was für ein Glück, dass Ihr solches Wetter und so ein Licht hattet! Ich bin wirklich ganz hin und weg von diesen herrlichen Bildern und der unglaublichen Schönheit dieser Landschaft!

    Und diese wunderschönen Häuser im Abendlicht mit dieser phantastischen Spiegelung... traumhaft schön...
    Die Berge im Abendrot... also ehrlich... heute gehen mir die Adjektive aus, Eva. Ganz ganz ehrlich.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. :) hallo Sonja, ich freue mich über Deine Begeisterung! Danke!
      LG
      Eva

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  2. Liebe Eva, ich möchte deinen Fotos huldigen, sie sind einfach wunderschön. Deine Worte dazu machen einen guten Reisebericht perfekt. Lass mich einfach nur schauen ... und meine Emotionen für mich behalten.
    Wünsche dir eine schöne Woche, liebe Grüße, Margot.

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    1. Liebe Margot, schau so lange und so oft Du magst. Ich freue mich, dass Dir die Bilder gefallen.
      LG und eine schöne Woche ebenfalls.
      Eva

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